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Drohnenfotografie - Meine erstes Fazit


Düsseldorf - 16. April 2020
Drohnenaufnahme in Altenahr an der Ahrschleife

Seit Anfang des Jahres bin ich nun auch in der Drohnenfotografie unterwegs. Im Dezember 2019 habe ich mir meine erste Drohne gekauft und seitdem habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Neben den ganzen technischen Herausforderungen spielt natürlich auch der rechtliche Aspekt eine wesentliche Rolle, weshalb ich die notwendigen Kenntnisse gemäß §21e Luftverkehrs-Ordnung inzwischen erlangt habe.

Wie ich feststellen musste, ist das rechtliche Thema wirklich nicht einfach. Und die Regeln werden sich demnächst auch nochmal drastisch ändern. In jedem Land gibt es außerdem teils völlig unterschiedliche Regelungen und Anforderungen, so dass man sich beispielsweise vorab bei einigen Behörden registrieren, zum Teil auch Genehmigungen für einzelne Flüge beantragen muss. In Deutschland (und auch für andere Länder) benötigt man zudem auch eine entsprechende Drohnen-Haftpflichtversicherung.

Eine zusätzliche Hürde ist außerdem die, dass es hier in Nordrhein-Westfalen nicht ganz so einfach ist, geeignete (also schöne und zugleich erlaubte) Stellen für Drohnenaufnahmen zu finden. Hier gibt es eine Vielzahl von Verboten und Einschränkungen und dank der Corona-Situation waren mir Reisen bislang nicht möglich.

Dank Google Maps und mit Hilfe der App der Deutschen Flugsicherung ließen sich dennoch ganz gut von zu Hause aus Drohnenflüge planen. So konnte ich nun erste praktische Erfahrungen sammeln und mich an ersten Luftaufnahmen versuchen. Auf dem ersten Bild ist die Ahrschleife im Ahrtal bei Altenahr zu sehen. Das zweite Foto entstand zum Sonnenuntergang über einem wunderschönen Rapsfeld in Ratingen.

Drohnenaufnahme in Altenahr an der Ahrschleife Sonnenuntergang über einem Rapsfeld in Ratingen

Die Bildqualität

Ich habe mich im Vorfeld gefragt, wie wohl die Bild-Qualität der Drohe aussehen mag. Schließlich habe ich als Fotograf höchste Anforderungen an meine Bilder und bin Profi-Equipment von Canon gewohnt. Mein Fazit ist, dass ich wirklich überrascht und zum Teil begeistert bin, was die Hasselblad L1D-20c Kamera der Mavic 2 Pro leistet.

Die Bilder hier sind natürlich extrem komprimiert und von der Auflösung stark reduziert. Im Original haben die Panorama-Bilder jedoch eine unglaubliche Auflösung von stolzen 18.000 Pixeln in der langen Kante. Die Fotos sind im RAW Format entstanden und ließen sich daher noch gut nachbearbeiten. Zudem bin ich sowohl von der Schärfe als auch von der Bildqualität wirklich begeistert! Die Drohne liegt zudem auch bei kräftigem Wind ruhig in der Luft und schafft es voll autonom Panorama-Fotos anzufertigen.

Mein Fazit:

Mit der Drohne zu fliegen macht wahnsinnig viel Spaß und schafft eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, erfordert aber auch einiges an Übung. Zudem kann es recht frustrierend werden wenn man feststellt, dass man eigentlich fast nirgends in Deutschland vernünftige Aufnahmen anfertigen kann bzw. darf. Die Einschränkungen und Strafen in Deutschland sind hart, in anderen Ländern teilweise sogar noch um einiges drastischer. Man kann nicht einfach die Drohne auspacken und losfliegen, sondern sollte sich im Vorfeld gut informieren bzw. seinen Flug planen. Die App der Deutschen Flugsicherung ist hierbei eine prima Hilfe. Zudem muss man sich zwangsläufig auch mit dem Thema "Recht" ausgiebig beschäftigen.

Hat man schöne Stellen gefunden, kann man sich über eine wirklich tolle Bild- und Videoqualität freuen. Die Akku-Laufzeit der Mavic 2 Pro beträgt gute 30 Minuten, so dass man mit 2 weiteren Reserve-Akkus schon einiges anstellen kann.

Von anderen Menschen wird die Drohne völlig verschieden wahrgenommen. Während eine Kamera unauffällig ist und in der Gesellschaft akzeptiert wird, zieht eine Drohne hingegen eine gewaltige Aufmerksamkeit auf sich. Nicht zuletzt durch die nervigen Geräusche, die noch 100m weit zu hören sind. Die Reaktionen waren zwar größtenteils positiv und interessiert, jedoch kann man sich hierbei auch sehr schnell gestört und beobachtet fühlen. Hier ist großes Feingefühl und Abstand gefragt.



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