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Seychellen - Fotografie aus La Digue und Mahe


Seychellen - 10. Oktober 2021
Seychellen - Fotografie aus La Digue und Mahé

Im September 2021 verschlug es mich mit meiner Freundin für zweieinhalb Wochen auf die Seychellen. Natürlich hatte ich auch hierbei wieder meine Kamera und meine Drohne mit im Gepäck.

Die Republik Seychellen ist ein zu Afrika gehörender Inselstaat bestehend aus etwa 115 Inseln im indischen Ozean. Wir verbrachten die Hälfte der Zeit auf der gerade einmal 10 km² umfassenden Insel La Digue sowie der 154 km² großen Hauptinsel Mahé, über die ich euch ein wenig erzählen möchte.

La Digue

La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Hier leben etwa 2200 Einwohner, die Diguois genannt werden. Man erreicht die Insel mit der Fähre Cat Cocos, die von Mahé zunächst 60 Minuten nach Praslin und von dort dann weitere 15 Minuten nach La Digue fährt. Normalerweise gibt es 3 Verbindungen täglich, aufgrund von Covid 19 fuhr die Fähre jedoch nur 1x täglich. Dafür hatten wir ungewöhnlich wenig Touristen auf der Insel und konnten menschenleere Strände genießen. Die Fährenüberfahrt kann ich keinem empfehlen. Der hohe Wellengang schaukelte den 36 Meter langen High-Speed-Katamaran mit Rund 400 Sitzen so heftig durch, dass sich sehr viele an Bord mehrfach übergeben mussten. Wir hatten zur Sicherheit zwar einen kleinen Aufpreis bezahlt und Oberdeck gebucht, jedoch übergaben sich auch hier rund 30% aller Passagiere. Stattdessen sollte man lieber von Mahé nach Praslin einen kleinen Inlandsflug buchen, um dann nur noch eine kurze Überfahrt mit der Fähre nach La Digue zu benötigen.

Anse Source D'Argent

Berühmt wurde die Insel durch einen felsigen Strandabschnitt namens Anse Source d'Argent. Die wunderschönen Granitformationen machen den Strand zu einem ganz besonderen Touristenziel. Hier wurden zudem einige bekannte Filme wie bspw. "Castaway", "Emanuelle", "Crusoe" oder auch die "Bacardi"-Werbung aus dem 90er Jahren gedreht. Die meisten Hochzeitsfotos entstehen zudem hier am Strand. Die einzigartige Mischung aus einem türkisblauen flachen Meer, dem weißen Sandstrand und den atemberaubenden Granitfelsen machen La Digue zu einem wahren Traumort, nicht nur für Menschen. In der Luft sieht man besonders zu den Abendstunden viele Flughunde. Tagsüber laufen einem am Strand aber auch gewöhnliche Hunde frei über den Weg. Zwar sind uns nur brave Exemplare begegnet, dennoch sollte man sie besser nicht streicheln oder gar provozieren. Drohnen finden auch nicht alle Hunde so toll wie wir feststellen mussten. Mit einer Drohne sollte man ohnehin besonders vorsichtig sein, da viele Vögel in der Nähe der Felsen ihre Brutstätten haben und Drohnen als eine Gefahr für ihre Nester ansehen.

Anse Source D'Argent - La Digue, Seychellen Anse Source D'Argent - La Digue, Seychellen

Das Essen auf der Insel ist ziemlich teuer, da die meisten Güter erst mal nach Mahé eingeflogen und von dort nach La Digue verschifft werden müssen. Hat man nicht zumindestens Halbpension gebucht, verpflegt man sich idealerweise an einem der vielen Takeaways. Zudem gibt es kleinere Supermärkte, wo man an einer kleinen Ausgabe an der Kasse auch kleinere einheimische Leckereien bekommt.

Auf der Insel ist man am besten mit dem Fahrrad unterwegs, Autos lassen sich hier ohnehin nicht mieten. Die Miete für ein altes Rad mit Einkaufskörbchen beträgt ungefähr 10 € am Tag. Dafür erreicht man damit in kürzester Zeit nahezu jede Stelle der Insel. Sehr ungewohnt war die Tatsache, dass so gut wie niemand hier sein Fahrrad abschließt. Jeder dort stellt sein Rad einfach an irgend einer Palme ab und kann sich sicher sein, dass es Stunden später dort noch unberührt steht. Dennoch sollte man sich von der Tatsache, dass es hier keine Fahrraddiebstähle gibt, nicht täuschen lassen und lieber seine Wertsachen am Strand gut im Blick behalten.

Generell kann man auf den Seychellen hervorragend tauchen und schnorcheln und dabei eine wundervolle Unterwasserwelt voller Fische, kleinerer Haie und Wasserschildkröten genießen. Auch wenn La Digue fast vollständig von einem Korallenriff umgeben ist, sind die meisten Korallen auch auf diesem Teil der Erde leider ausgestorben. An Land begegnet man zudem riesige Landschildkröten (seychellische Riesenschildkröten).

Riesige Unterwasser-Schildkröten auf La Digue, Seychellen Riesenschildkröten - Große Landschildkröten auf den Seychellen auf La Digue

Mahé

Die andere Hälfte der Zeit verbrachten wir auf der Hauptinsel, die auch gleichzeitig die größte der seychellischen Inseln ist. Auf ihr wohnen rund 72.000 Menschen, was fast 90% der Gesamtbevölkerung ausmachen. 25.000 Einwohner leben alleine in der Hauptstadt Victoria.

Wir haben uns für die gesamte Dauer auf Mahé einen kleinen Mietwagen geliehen, es gibt hier jedoch auch sehr preiswerte öffentliche Busverbindungen. Eine Fahrt (egal wie lange bzw. wohin) kostet gerade einmal 7 seychellische Rupien, was umgerechnet 45 Eurocent beträgt. Mit dem Mietwagen waren wir jedoch deutlich flexibler unterwegs und Linksverkehr war ich bereits durch Neuseeland und Schottland gewohnt. Auch auf Mahé gibt es unzählige Traumstrände.

Traumhafter Paradies-Strand auf Mahé, Seychellen Traumhafter Paradies-Strand auf Mahé, Seychellen

Unsere Unterkunft war in Takamaka im Süden der Insel. Für uns war der Süden auch der interessantere Teil, wobei wir auch einige tolle Wanderungen im Morne Seychelles National Park gemacht haben. Empfehlen können wir hier den Morne Blanc Trail. Von dessen Ende, dem Morne Blanc View Point, kann man wunderbar den gesamten Südwesten überblicken. Zudem sind wir den Copolia Trail gewandert. Dieser führt durch den Dschungel hinauf zum Copolia Peak. Von einem großen Felsen kann man hier den Nordosten der Insel überblicken und somit auch die Hauptstadt Victoria.

Aussicht vom Morne Blanc View Point im Morne Seychelles National Park in Mahe, Seychellen Der Morne Blanc Trail führt durch den Dschungel im Morne Seychelles National Park auf Mahe, Seychellen

Die Trails durch den Dschungel sind wirklich empfehlenswert, aber auch nicht gerade einfach zu wandern, da die extreme Luftfeuchtigkeit einem ziemlich zu schaffen macht. Entspannter war hier der Anse Major Trail im Nordwesten von Mahé, dessen Weg knapp 90 Minuten die Küste entlang führt. Hier hat man zudem die Möglichkeit, sich für 10 Euro mit dem Wassertaxi vom Anse Major Strand (bei dem man übrigens prima Schnorcheln kann) wieder zurück zum Restaurant La Scala bringen zu lassen und die Gegend noch einmal vom Wasser aus zu genießen.

Drohnenaufnahme von Mahe - Anse Major Trail aus der Luft - Seychellen Anse Major Trail auf Mahe, Seycellen - Mit dem Wassertaxi zurück

An unserer Unterkunft, dem Takamaka Beach, gibt es zudem noch eine kleine 30 minütige Wanderung zu einem Rock Pool. Der Weg dorthin ist nicht so einfach zu finden und zu erklimmen, aber hat man es geschafft, erwartet einen ein kleines aber tiefes Badeloch. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich warnen. Hier schlagen die Wellen völlig unerwartet über die Steine und können mit Leichtigkeit jemanden aus dem Loch heraus spülen, was bereits in der Vergangenheit zu Todesopfern geführt hat.

Rock Pool am Takamaka Beach auf Mahé, Seychellen Rock Pool am Takamaka Beach auf Mahé, Seychellen

Wer sich nun alle meine Fotos und Drohnenaufnahmen anschauen möchte, darf sich gerne durch meine Galerie durchklicken. Wenn ihr Fragen zu meinem Urlaub oder meiner Fotografie habt oder ihr gerne Fotos bestellen möchtet, schreibt mir gerne eine kurze E-Mail.

Vermutlich werde ich mich in den kommenden Wochen auch noch an ein kurzes Drohnenvideo wagen. Schaut also gerne demnächst hier wieder hinein.

Hier geht es zu meiner Galerie:

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